Im Hauptrennen der Männer setzte sich Topfavorit Finn Treudler gegen den Italiener Federico Ceolin und den Franzosen Thomas Théo durch. Nach einem schnellen Start bildete sich zunächst eine Dreiergruppe, bevor Treudler noch vor Rennhälfte angriff und sich entscheidend absetzen konnte. Auf dem anspruchsvollen, rutschigen Kurs baute er seinen Vorsprung Runde für Runde aus und sicherte sich schliesslich ungefährdet den Sieg.
«Ich hatte einen guten Start und wir waren relativ schnell nur noch zu dritt unterwegs. Am Anfang habe ich etwas beobachtet, was die anderen machen und dann attackiert», erklärte Treudler. Die schwierigen Bedingungen hätten während des gesamten Rennens volle Konzentration verlangt.
Drei Siege in vier Rennen
Nach einer krankheitsbedingt verpassten Mountainbike-Saison ist Treudler erfolgreich zurück. In seinen bisherigen vier Rennen stand er dreimal zuoberst auf dem Podest. «Es ist mega cool, nach der verpassten Bike-Saison noch vier Rennen mit drei Siegen verbuchen zu können», freute er sich.
Mit dem Sieg in Mettmenstetten übernimmt Treudler die alleinige Führung im Swiss Cyclocross Cup. Da Kevin Kuhn, der zuvor punktgleich mit Treudler lag, auch beim Finale in Hittnau nicht starten wird, ist Treudler der Gesamtsieg bereits sicher. Ob er selbst beim letzten Rennen der Saison antritt, ist noch offen. «Der mögliche Gesamtsieg würde die CX-Saison perfekt machen. Aktuell ist es aber noch nicht sicher, ob ich in Hittnau starte, da ich jetzt eine Pause einlegen werde», so Treudler.
Estermann übernimmt die Führung
Bei den Frauen gewann Rebekka Estermann vor den Italienerinnen Carlotta Borello und Elisa Ferri. Estermann setzte sich früh vom Feld ab und fand sich auf dem schlammigen Untergrund gut zurecht.
«Die schlammigen und rutschigen Bedingungen kamen mir entgegen. Ich konnte mich von Beginn weg an die Spitze setzen und meine Linie und meinen Rhythmus fahren. So konnte ich Energie sparen und den Vorsprung kontinuierlich ausbauen», erklärte Estermann. Über ihren Erfolg bei der letzten Austragung freute sie sich besonders: «Schade, war es die letzte Austragung, aber umso schöner konnte ich sie mit einem Sieg beenden.»
Auch in der Gesamtwertung macht Estermann einen wichtigen Schritt nach vorne. Sie übernimmt die Führung im Swiss Cyclocross Cup. Da die bisherige Leaderin Lison Desprez beim Finale in Hittnau nicht starten wird, hat Estermann beste Chancen auf den Gesamtsieg. Für das Finale in Hittnau ist sie daher optimistisch gestimmt: «Ich schaue zuversichtlich auf meine Lieblingsstrecke in Hittnau.»
Eine Ära geht zu Ende
Mit der elften Austragung geht das Radquer Mettmenstetten unter der Leitung von Andreas Fuhrer zu Ende. Trotz der ungünstigen Wetterprognosen gingen knapp 300 Fahrerinnen und Fahrer an den Start. «Wir hatten etwas Glück mit dem Regen und durften spannende Rennen in allen Kategorien erleben. Es war ein rundum gelungener Renntag und ein toller Abschluss dieses Kapitels», zog Fuhrer zufrieden Bilanz.