14. Oktober 2026
Schweiz, Frankreich oder doch Italien?

Nur zehn Monate nach der Schweizer Meisterschaft führt der Velo-Club Alperose Schneisingen unter der Regie des tatkräftigen Organisationskomitees wiederum ein internationales Querfeldein-Rennen durch. Am kommenden Sonntag, 18. Oktober, findet der zweite Lauf des Swiss Cyclocross Cup in Schneisingen statt. Schweizer Siege und Podestplätze werden erwartet, doch die französische und italienisch Gegenwehr wird stark sein.

Text: August Widmer & Christian Rocha ¦ Photo: Christian Meier

Die Schweizermeisterschaft vom Januar 2026 mitgerechnet ist es bereits die achte Austragung des Alperose Quer, auf der attraktiven und für Zuschauerinnen und Zuschauer äusserst übersichtlichen Strecke in Oberschneisingen. Bei den Männern stehen der Schweizer Meister Kevin Kuhn, der auf der Strecke des Alperose-Quers im Januar den Titel holte, wie auch auch Finn Treudler, der Sieger der beiden Schweizer Eröffnungsrennen von Illnau und Steinmaur, im Fokus. Ein Duell der beiden Teamkollegen ist zu erwarten.

Es wird in der einzigen Cross-Prüfung des Kantons Aargau zwar wiederum zu einem Zweikampf zwischen den Fahrern aus Frankreich und der Schweiz kommen. Aber so einseitig wie im letzten Oktober, als die Franzosen gleich die fünf ersten Plätze belegten, dürfte es am Sonntag nicht werden. Treudler und Kuhn werden vielmehr versuchen den Sieg in der Schweiz und die Konkurrenten aus Frankreich in Schach zu halten. Die Fahrer aus Frankreich werden von Romain Debord, dem letztjährigen Sieger von Schneisingen, und Théo Thomas angeführt.

Französische Favoritinnen

Bei den Frauen wiederum kommen die Favoritinnen aus Frankreich. Lison Desprez, Siegerin in Steinmaur, und die routinierte Perrie Clauzel, sind zu favorisieren. Doch auch die junge Italienerin Gioriga Pellizotti hat Siegeschancen, genauso wie die ehemalige Schweizer Meisterin Rebekka Estermann. Neben den Nationen Schweiz, Frankreich und Italien, stehen weitere Fahrerinnen und Fahrer aus Österreich, Deutschland und Belgien am Start.

Dillier als Aushängeschild

Die Ausgangslage in den Eliteklassen sind äusserst offen. Doch eines ist klar. Der grosse Publikumsliebling wird der einheimische Silvan Dillier sein. Der Lokalmatador ist zwar in erster Linie Strassenprofi. Als Nachwuchsfahrer nahm der zweifache Strassen-Schweizermeister jedoch regelmässig an Radquer-Rennen teil. Dass er das Können als Crossler nicht verlernt hat, zeigte sich im Jahre 2021, als er im Rennen von Schneisingen, wo sein Vater Karl Dillier als OK-Präsident an vorderster Front steht, Dritter wurde. Dillier wird am Sonntag nicht nur das Hauptrennen bestreiten, sondern auch als Vorfahrer der Kids-Rennen amtieren. In diesen Rennen der kleineren und grösseren Nachwuchsfahrer stehen auch seine Söhne Ilja und Finn im Einsatz. Der Nachwuchs von Silvan Dillier fuhr in Steinmaur aufs Podest. Vater Silvan holte sein Quer-Rüstzeug am Saisoneröffnungsrennen in Illnau, wo er als drittbester Schweizer auf den elften Rang fuhr. Vor einheimischem Publikum ist also auch mit ihm zu rechnen. Das Alperose-Quer von Schneisingen, das der zweite Lauf des diesjährigen «Swiss Cyclo Cross»-Cups ist, verspricht einmal mehr eine spannende, aber auch familiäre Sache zu werden.

Startlisten

Gesamtwertung Swiss Cyclocross Cup

Programm, Streckenplan & weitere Infos