Der traditionsreiche Kurs im Herzen der Romandie hat in der Vergangenheit grosse Namen wie Sven Nys oder Zdeněk Štybar zu Siegern gesehen und verspricht auch diesmal spektakulären Crosssport auf höchstem Niveau. Letztmals fand 2019 ein internationales Rennen in Aigle im Rahmen der EKZ CrossTour statt. Mit der Rückkehr nach Aigle feiert der Cup zugleich die Rückkehr der Romandie in den Rennkalender – ein wichtiger Schritt für die nationale Cyclocross-Szene, die sich in den vergangenen Jahren besonders beim Nachwuchs grosser Beliebtheit erfreut hat. Zudem erhält der Swiss Cyclocross Cup Jahr für Jahr grössere internationale Ausstrahlung.
«Grosser und wichtiger Tag»
«Wir sind unglaublich stolz, den internationalen Radquer-Sport wieder nach Aigle zu bringen», sagt Jonathan Fazan, OK-Präsident von Cyclophile Aigle. «Für unsere Region, unseren Verein, das Centre Mondial du Cyclisme, den Radquersport in der Romandie und in der ganzen Schweiz ist das ein grosser und wichtiger Tag. Besonders freut mich, dass das Rennen ein Fest für die ganze Familie wird – mit den Kids-Cross-Rennen für die Kleinsten um die Mittagszeit.»
Sportlich stehen die Zeichen auf Spannung: Beim vierten von insgesamt fünf Läufen des Swiss Cyclocross Cup, der Schweizer Radquerserie, könnten bereits Vorentscheidungen in der Gesamtwertung fallen. In den Elitekategorien führen derzeit Electa Gallezot und Théo Thomas (beide Frankreich) das Klassement an. Beide wollen in Aigle ihre Leaderposition behaupten – doch die Konkurrenz aus der Schweiz und dem Ausland ist stark und motiviert.
Frankreich, Italien oder doch die Schweizerinnen und Schweizer
Die Ausgangslage bei den Eliterennen präsentiert sich äusserst spannend. Bei den Frauen tritt die Cupleaderin Electa Gallezot auf ihre Landfrau Line Burquier und ein starkes italienisches Trio: Die Landesmeisterin Carlotta Borello, Rebecca Gariboldi und Lucia Bramati. Doch auch die Schweizerinnen Rebekka Estermann, Jana Glaus und Léa Stern wollen um einen Podestplatz mitreden.
Auch bei den Männern kommt der Gejagte im roten Leadertrikot aus Frankreich: Théo Thomas überzeugte nicht nur mit seinem Sieg in Mettmenstetten, sondern mit einem weiteren internationalen Sieg in Langres (Fra). Während die Schweizer Loris Rouiller und Lars Sommer aus verletzungs- und krankheitsbedingten Pausen kommen, geht der Freiburger Nicolas Bard nach seinem Podestplatz in Mettmenstetten top motiviert an den Start beim einzigen internationalen Radquerrennen in der französisch sprechenden Schweiz. Bester Schweizer in der Gesamtwertung ist aktuell Adrian Betschart als Fünfter.
Grosse und internationale Felder
Das Interesse ist gross: Über 300 Fahrerinnen und Fahrer haben sich für das Rennen eingeschrieben. Dank der Teilnahme zahlreicher Athletinnen und Athleten aus dem «UCI Cyclo-cross training camp», welches in den Vortagen im CMC stattfindet, werden insgesamt 23 Nationen am Start stehen – ein eindrucksvolles Zeichen für die internationale Bedeutung des Rennens in Aigle.
Das Publikum darf sich auf einen hochklassigen Radquersonntag freuen – mit packenden Rennen, internationalem Flair und einer Strecke, die seit jeher für spektakuläre Rennverläufe sorgt.