Sascha Weber gegen den Rest



Am kommenden Sonntag, 11. November, findet in Madiswil das 7. Flückiger Cross statt. Nach den garstigen Bedingungen im Vorjahr mit Hagelschauer hofft man in diesem Jahr auf Sonnenschein. Inmitten der Schweizer Elite steigt der Deutsche Sascha Weber als klarer Favorit ins Rennen.

Von Michael Forster

Wie so oft in den letzten Jahren dreht sich auch 2018 in Madiswil wieder alles um das Duell der besten Schweizer Fahrer gegen Sascha Weber. Zweimal hat der Deutsche im Oberaargau bereits triumphiert, und auch in diesem Jahr, bei der 7. Austragung des Flückiger Cross, startet Weber aus der Pole-Position. Im letzten Jahr durch die Spätfolgen eines Sturzes und den einsetzenden Hagel gebremst, reist er in diesem Jahr mit diversen Spitzenplätzen im Gepäck nach Madiswil. So gewann er zuletzt das Rennen in Steinmaur souverän.

Können die Jungen die Arrivierten mehr als nur ärgern?

Die Schweizer Konkurrenz wird auch heuer von Nicola Rohrbach und Marcel Wildhaber angeführt. Die zwei konstantesten Schweizer Elitefahrer haben aber in dieser Saison bereits den Druck der jungen Fahrer gespürt. Namentlich darf man in Madiswil gespannt sein, was Timon Rüegg oder auch Kevin Kuhn zu leisten imstande sind. Rüegg fuhr am letzten Wochenende an der EM in Rosmalen auf den starken 21. Platz – unmittelbar hinter Marcel Wildhaber und knapp vor Severin Sägesser.

Noch nicht klar ist das Aufgebot der beiden Flückiger-Brothers. Während Mathias aufgrund eines zu grossen Trainingsrückstandes auf sein Heimrennen verzichtet, ist auch der Start von Lukas ungewiss. Der ältere der beiden Flückigers verletzte sich unmittelbar vor der MTB-WM am Knie, verpasste deshalb den Saisonhöhepunkt und weist noch immer einen gewissen Trainingsrückstand auf. Ob er am Sonntag antreten wird, entscheidet er kurzfristig. Nicht zuletzt werden die äusseren Bedingungen seinen Entscheid beeinflussen. Bei trockenem Terrain und entsprechend geringerer Sturzgefahr stehen die Chancen auf einen Start deutlich besser.

Ein C2-Rennen bei Sonnenschein?

Das Elite-Feld der Männer ähnelt also stark jenem der letzten Austragungen. Und das, obwohl das Flückiger Cross – nach nur einem Jahr C1 – wieder als Rennen auf Stufe C2 ausgetragen wird. «Der finanzielle Mehraufwand hat sich in keiner Weise gelohnt», blickt OK-Präsident Andreas Moser auf das letzte Jahr zurück. Den gewünschten Effekt, nämlich, dank dem Plus an Weltranglistenpunkte mehr (starke) Fahrer nach Madiswil zu holen, habe man nicht erreicht.

Eine Änderung wünscht sich Moser auch beim Wetter. Als Organisator hofft er auf trockenes Wetter, was mehr Zuschauer und damit mehr Einnahmen bedeuten würde. Als Fahrer hingegen wünscht sich Moser tiefen Boden. Dieser käme seinen Stärken eher entgegen als ein Rennen auf trockenem und entsprechend schnellem Terrain. «Die Spritzigkeit hat unter der Konzentration auf Bike-Marathons ein wenig gelitten», so Moser, der bei optimalem Rennausgang mit einem Platz in den Top 10 liebäugelt.

Offene Ausgangslage bei den Frauen

Bei den Frauen rücken, in Abwesenheit der letztjährigen Siegerin Eva Lechner, die Schweizerinnen in die Rolle der Siegesanwärterinnen nach. Svenja Wüthrich zum Beispiel; die Zürcherin hatte im Vorjahr Rang 4 belegt, oder Noemi Rüegg und Zina Barhoumi. Ebenfalls am Start ist die Vorjahresdritte Francesca Baroni – für Spannung ist also gesorgt.

Bevor die Rennen der Elite um 14 Uhr (Frauen) respektive 15 Uhr über die Bühne gehen, ist in Madiswil der Nachwuchs am Werk. Um 9.30 Uhr bildet der Parcours der U13 und U15 sowie das Rennen der U17 den Auftakt des Renntags, gefolgt vom Cross für alle. Nach den Amateuren, Masters und U19 ziehen die ganz Kleinen beim Kids Cross die Blicke auf sich. Abgeschlossen wird der Sonntag mit den letzten Siegerehrungen (16.15 Uhr) sowie der Preisverteilung bei den Elite-Fahrern (17.15 Uhr).

Links:
Tagesprogramm
Teilnehmerlisten

Bilder: Elisa Haumesser & Melih Bildik