Vorjahressieger Weber gejagt von Flückiger und Co



Am Sonntag, 13. November, wird in Madiswil bereits das fünfte Flückiger Cross ausgetragen. Beim Jubiläumsrennen wird es bei der Elite der Männer vor allem einen zu schlagen geben: den 28-jährigen Sascha Weber aus St. Wendel (D). Der Vorjahressieger kam in den letzten Wochen immer besser in Schwung und gilt in „Madis“ als Favorit Nummer 1.

Doch die Konkurrenz aus der Schweiz ist breit abgestützt. Sie wird angeführt vom EM-Achten und Madis-Sieger 2012, Marcel Wildhaber, sowie dem Namensgeber Lukas Flückiger. Doch auch Simon Zahner, Nicola Rohrbach, der Vorjahresdritte, und der Solothurner Severin Sägesser liebäugeln mit einem Platz auf dem Podest. Neben Weber gibt es mit den Gebrüdern Nicolas und Lorenz Samparisi aus Italien und dem Tschechen Lubomir Petrus noch weitere Podestkandidaten aus dem Ausland.

Lukas Flückiger: «Ich will gewinnen»

In Madiswil gehört einer immer zu den Favoriten – Lukas Flückiger: Bei jedem der bislang vier Rennen stand er auf dem Podest. 2013 gewann er.  Nun will er diese Serie mit einem Ausrufezeichen weiterziehen: «Ich will am Sonntag gewinnen. Das ist mein Ziel und deshalb bin ich im Vergleich zu den Jahren zuvor bereits eine Woche vor dem Flückiger Cross ins Renngeschehen zurückgekehrt.» Doch Flückiger weiss um die Konkurrenz und ergänzt: «Das wird nicht einfach, denn Weber, Wildhaber und Zahner sind auf dieser Strecke nicht einfach zu schlagen.»

Natürlich ist bei der fünften Austragung auch der zweite Namensgeber, Mathias Flückiger, wieder mit von der Partie.  Der jüngere der beiden Flückiger-Brothers wird zumindest im Kampf um die erweiterten Spitzenplätze mitreden können.

Mosers Hoffnungen auf die Madiswiler Zuschauer

Einen guten Lauf hat derzeit auch OK-Präsident Andreas Moser, der sich in Hittnau als viertbester Schweizer einreihte und in Madiswil, beim Rennen vor seiner Haustüre, erneut für einen Platz unter den besten Zehn gut sein sollte. Für den schnellsten OK-Präsidenten der Schweiz steht am Sonntag jedoch bei Weitem nicht nur seine sportliche Darbietung im Fokus: «Ich wünsche mir, dass erneut viele Zuschauerinnen und Zuschauer am Renntag für eine unglaubliche Stimmung sorgen – egal ob bei Schnee, Regen oder Sonne.»

Jasmin Egger-Achermann zurück

Die grosse Favoritin bei den Frauen ist Jasmin Egger-Achermann. Die sechsfacher Schweizer Meisterin gab in diesem Jahr nach ihrer zweiten Babypause ein überraschend starkes Comeback und beendete die letzten Rennen in Hittnau, Steinmaur und Aigle allesamt auf dem Podest. Zudem hat Jasmin Egger-Achermann gute Erinnerungen an Madiswil: 2012 gewann sie bei der Premiere des Flückiger Cross. Als grösste Konkurrentin ist die Vorjahreszweite Lise-Marie Henzelin zu erwarten.

Sie alle werden voraussichtlich mit schwierigen äusseren Bedingungen zu kämpfen haben, sollten die Wettervorhersagen tatsächlich eintreffen. Nichtsdestotrotz erhoffen sich die Veranstalter einen guten Besuch und damit viel Stimmung entlang der Strecke. Bei solch typischem Querwetter ist beste Unterhaltung und damit attraktiver Sport garantiert.

Olympische Gefühle zum Abschluss

Hochklassigen Sport wird es für einmal sogar an der Siegerehrung zu sehen geben – dank Kunstturner Benjamin Gischard. Der Olympia-Teilnehmer von Rio wird in Madiswil mit einer Barrenübung sein Können zeigen, und zwar um 16.45 Uhr in der Turnhalle. Den Abschluss des Tages bildet die Ehrung von Mathias Flückiger für dessen Olympisches Diplom sowie die Preisverleihung der Besten 10 Fahrer des Eliterennens.

Text: Michael Forster/Christian Rocha
Photo: Elisa Haumesser

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