Unsichere Zukunft der EKZ CrossTour



Die Zukunft der Schweizer Radquerserie EKZ CrossTour ist ungewiss. Weil der langjährige Presentingpartner EKZ seinen Vertrag als Namensgeber und Hauptsponsor nach sieben Jahren nicht erneuert, ist der Fortbestand der populären Radquerrennserie gefährdet; mehr als die Hälfte der grossen und bedeutenden Schweizer Radquerrennen sind betroffen! 

«Wir sind extrem dankbar für das enorme Engagement und Kommitment von EKZ während zehn Jahren im Schweizer Radquersport. Ohne EKZ hätte der Radquersport in der Schweiz keinen solchen Aufschwung erlebt», erklärt CrossTour-Organisator Christian Rocha. Die Partnerschaft mit den EKZ begann im Jahr 2011, also genau vor zehn Jahren, mit der Premiere des Süpercross Baden. Daraus entstand drei Jahre später die EKZ CrossTour.

Doch alles Gute hat ein Ende. Für Rocha ein Szenario, mit dem man sich als Organisator bei jedem auslaufenden Vertrag auseinandersetzen müsse. Die Tatsache, dass das Ende dieser äusserst innovativen und partnerschaftlichen Beziehung zu den EKZ genau im Jahr von Covid-19 eintrifft, ist «alles andere als optimal», wie es Christian Rocha ausdrückt. Die Sport- und Veranstalterbranche ist eine der meistbetroffenen in der aktuellen Krise.

«Produkt» mit enorm vielen Möglichkeiten

Die Suche nach neuen Partnern erweist sich als schwierig. Doch Rocha zeigt sich überzeugt: «Die CrossTour ist ein grossartiges «Produkt» mit enorm vielen Möglichkeiten. Die CrossTour verbindet Breiten-, Nachwuchs- und Leistungssport, bietet attraktive Publikumsevents und viel Medienpräsenz. Im Bereich des Radsports ist es zudem schweizweit die einzige Plattform, welche in der kalten Jahreszeit über mehrere Monate eine Präsenz garantiert und über längere Zeit spannende «Geschichten» erzählt werden können.

Dank dem Urban Cyclorcross und dem Berner «Gravel Ride & Race» hat sich die EKZ CrossTour über die letzten Jahre hinweg auch weitere Plattformen geschaffen, welchen äusserst interessante Partnerschaften ermöglichen. «Zudem ist unsere Zielgruppe so breit abgestützt, dass wir für fast jeden Sponsor ein passendes Paket bieten können», ergänzt Rocha.

Die EKZ CrossTour hat in diesem Jahr mit den Durchführungen der Events in Baden und Bern und den bevorstehenden beiden Prüfungen in Hittnau gezeigt, dass trotz unzähligen Hürden noch vieles möglich ist. Gerade mit den eigenes produzierten Liveübertragungen aus Baden und Bern wurde zudem aus der Not eine Tugend gemacht. Die Corona-Krise wurde auch als Chance gesehen und damit ein erster Schritt ins Live-TV gemacht.

Die Zeit drängt

Doch für Christian Rocha, den Gründer der CrossTour, ist klar: «Die Zeit drängt. Für den Fortbestand der ganzen Serie braucht es dringend Zusagen von Partnern, welche auf dem Fundament der letzten zehn Jahre weiterentwickeln und weiterbauen möchten.» Sollten bis Ende März keine neuen Partnerschaften abgeschlossen werden, wäre das das Ende der CrossTour. Ob und wie die einzelnen lokalen Veranstalter weiterfahren würden, ist ungewiss.