Spektakel in Meilen mit ambitionierten Schweizer*innen



Nach einem Jahr Unterbruch meldet sich das Radquer Meilen zurück! Am 2. Januar 2022 wird sportlich ins neue Jahr gestartet. Das für viele Höhenmeter bekannte Rennen auf der Allmend verspricht bei den Frauen wie auch bei den Männern eine sportlich äusserst spannende Affiche zu werden.

Text: Christian Rocha ¦ Photos: Steffen Müssiggang

Dass das Meilemer Radquer überhaupt stattfinden kann, stand nach der Absage im letzten Jahr auch nun wieder lange auf der Kippe. «Es war nicht einfach. Seit Oktober, als man die Fallzahlen steigen sah, mussten wir stetig den Fokus und Motivation behalten. Die stetige Unsicherheit über den Verlauf der Pandemie und die damit wechselnden Auflagen für Veranstaltungen erschwerten die Planung stark», fasst OK-Präsident Thomas Scheurer die Schwierigkeiten im Vorfeld des Rennens zusammen.

Doch nach der Nullnummer 2021 wollte der VC Meilen unbedingt eine erneute Absage verhindern. Aufgrund von der Impfung und der Zertifikatspflicht betrachtet das Organisationskomitee die Ausgangslage in dieser Saison nun anders. Thomas Scheurer hebt hervor: «Radquer hat Tradition in Meilen. Auch wenn dieses Jahr vieles anders wird, als wir es uns wünschen, wollen wir präsent bleiben. Wichtig ist uns, dass die vielen Rennfahrer*innen eine Startmöglichkeit erhalten.»

Rüegg, Rouiller, Forster oder doch ein Ausländer?

Topfavorit bei den Männern ist der Steinmaurer Timon Rüegg, welcher erst am letzten Wochenende in Namur (Bel) zum ersten Mal in seiner Laufbahn an einem Weltcup auf Platz 10 gefahren ist. Genauso wie Rüegg hat aber auch Loris Rouiller in dieser Saison schon viele internationale Podestplätze erreicht. Neben den beiden Crossspezialisten wird besonders der Auftritt von Lars Forster mit viel Spannung erwartet. Der zweifache Schweizer Meister Forster stand bisher in Meilen immer auf dem Podest, aber noch nie ganz oben. Zudem wird Meilen das erste Crossrennen von Forster sein, dessen Radquerabstecher in diesem Winter sehr kurz ausfällt.

Die Schweizer werden wie bereits Ende November in Hittnau vor allem von den beiden starken Italienern Dorigoni und Bertolini gefordert. Gespannt darf man auch auf den französischen WorldTour-Fahrer Fabien Doubey sein.

SM-Hauptprobe bei den Frauen

Genaue eine Woche vor den Schweizer Meisterschaften in Steinmaur wird Meilen so etwas wie die Hauptprobe für die Landesmeisterschaften sieben Tage später. Die Schweizerinnen Zina Barhoumi, Jacqueline Schneebeli, Lise-Marie Henzelin, Rebekka Estermann und die heimische Lara Krähemann, genauso wie die starke U19-Fahrerin Monique Halter, kommen für einen Podestplatz in Frage. Erstmals an einem Radquerrennen startet die Bikerin Alessandra Keller. Neben den beiden Italienerinnen Realini und Gariboldi gehört vor allem auch die deutsche Meisterin Elisabeth Brandau zu den Mitfavoritinnen.

Ganz wichtig ist das Rennen aber auch für den Nachwuchs und die Bereitensportler*innen. Besonders motiviert werden die Jüngsten des VC Meilen ans Werk gehen, für welche das Heimrennen ein wichtiges Schaufenster ist.

Die Onlineanmeldung ist geschlossen. Es sind nur noch Nachmeldungen vor Ort am Renntag möglich.

Die Veranstaltung wird unter den Auflagen der 3G-Zertifikatspflicht, in den Innenräumen 2G, durchgeführt.

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