In Steinmaur streben die Schweizer nach erstem Podestplatz



Am kommenden Sonntag steht das älteste Schweizer Radquerrennen auf dem Programm. Der VC Steinmaur lädt auf der Egg zur insgesamt 55. Austragung des internationalen Radquer Steinmaur. Bei den Rennen der Elite-Kategorien stehen die Schweizer starken internationalen Gegnern gegenüber.

Die internationale Konkurrenz an den Schweizer Radquerrennen ist gross. An den beiden Rennen der EKZ CrossTour in Baden und Aigle, wie auch beim Radcross in Illnau strahlten jeweils drei Ausländer vom Podest. Die Schweizer Simon Zahner und Marcel Wildhaber konnten zwar jeweils im Kampf um die Podestplätze mitmischen, aber am Ende reichte es dem besten Schweizer nie zu mehr als dem sechsten oder siebten Platz. Dies soll sich nun in Steinmaur ändern, sagt der letztjährige Zweite Simon Zahner: «Ich will ein attraktives Rennen fahren. Mit einem freien Kopf und guten Beinen kann man gegen Rennende viel bewegen. Ich werde versuchen erneut mit einem Blumenstrauss nach Hause zu gehen.»

Egger-Achermann und Koller gegen die Landesmeisterinnen

Ein anderes Bild präsentiert sich bei den Frauen. Die nach ihrer zweiten Babypause enorm stark fahrend Jasmin Egger-Achermann überrascht zu Saisonbeginn nicht nur sich selber, sondern auch die Konkurrenz und das Fachpublikum. Nun zählt sie in Steinmaur zusammen mit Nicole Koller zu den beiden einheimischen Siegeskandidatinnen. Die zwei Landesmeisterinnen Nadja Heigl (Ö) und Martina Mikulaskova (Cze), sowie die beiden Französinnen Évita Muzic und Marlène Petit zählen zu den Mitfavoritinnen.

Besonders motivierte Steinmaurer

Zu Hause auf der Egg treten die Fahrerinenn und Fahrer des VC Steinmaurs jeweils mit einer zusätzlichen Portion am Motivation an. Timon Rüegg, der sich in ausgezeichneter Verfassung befindet, freut sich extrem aufs Heimspiel: «Ich erwarte ein brutal schnelles Rennen und somit wird’s wohl bis zum Ende spannend bleiben. Mein Ziel ist es, so lange wie möglich vorne mitzuhalten», zeigt sich Rüegg kämpferisch und fügt an, dass alles möglich sei, wenn er sich bis zur letzten Runde in der Spitzengruppe halten könne.

Für Johan Jacobs geht es in Steinmaur darum, sich Schritt für Schritt weiter nach vorne zu tasten und Selbstvertrauen zu gewinnen. Lukas Müller, der am vergangenen Sonntag am regionalen Quer in Mettmenstetten als Dritter einen feinen Podestplatz holte, liebäugelt mit einem Platz unter den besten 15. Die grösste Siegeshoffnung aus heimischer Sicht macht sich die U17-Fahrerin Noëmi Rüegg nach zuletzt drei Siegen in Serie.  Fabian Lienhard ist der grosse Abwesende. Der Steinmaurer wird am Sonntag im Dress der Schweizer Nationalmannschaft an der Strassen-WM in Doha starten. Mauro Schmid kann aufgrund seiner Handverletzung, die er sich am GP Rüebliland Anfangs September zugezogen hat, noch nicht ins Wettkampfgeschehen zurückkehren!

Neuer UCI-Status C1

Dass Steinmaur erneut ein echter Radquerleckerbissen wird, ist garantiert! Der Weltradsportverband hat das Rennen neu in die Kategorie C1 aufgewertet. Das bedeutet für die Eliteathleten, dass es mehr Weltranglistenpunkte zu gewinnen gibt. Zudem wird erstmals ein internationales Rennen der Junioren ausgetragen.

Der Renntag startet um 10 Uhr mit dem Jekami-Rennen. Nachmeldungen sind vor Ort möglich.

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Photo: Neli Widmer
Text: Christian Rocha