Neff und Forster in der Favoritenposition



Am Sonntag, 13. Januar, wird in der Walliser Kantonshauptstadt Sion um die Schweizer Meister Titel im Radquer gekämpft. Bei den Elitekategorien gibt es zwei klare Favoriten: die beiden MTB-Europameister Jolanda Neff und Lars Forster.

Von Christian Rocha ¦ Photos Elisa Haumesser & Steffen Müssiggang

Besser könnte «frau» nicht ins neue Jahr starten. Jolanda Neff gewann am 1. Januar 2019 den GP Sven Nys im belgischen Baal. Am Tag darauf doppelte sie beim Finale der EKZ CrossTour in Meilen gleich nach und holte ihren zweiten Sieg am zweiten Tag im neuen Jahr. Nun strebt sie mit dem dritten Sieg im dritten Rennen 2019 nach ihrem ersten Meistertitel im Radquer.

Neff kann Geschichte schreiben

Jolanda Neff könnte mit einem Sieg in Sion ein weiteres Mal einen Eintrag in die Geschichtsbücher des Schweizer Radsports schreiben. Nach den beiden Titeln auf der Strasse und im Mountainbike Cross Country 2018 wäre es der dritte Titelgewinn in Serie – in drei verschiedenen Radsportarten. Dies hat bisher noch keine Schweizer Athletin geschafft. Diese drei Titel wären eine «coole Sache», wie Neff dies im Gespräch ausdrückt, doch das grosse Ziel der Ostschweizerin folgt mit der WM in Dänemark erst noch: «Die SM ist wichtig um Punkte zu gewinnen, damit ich auch am Weltcup in Hoogerheide und an der WM eine bessere Startposition bekomme. Diese ist enorm wichtig, um ganz vorne mitfahren zu können.»

Die grösste Widersacherin Neffs ist Nicole Koller, welche in diesem Jahr gleich mehrmals auf internationalem Parkett positiv überraschen konnte. Bei den Frauen fehlen die beiden ersten des letzten Jahres. Titelverteidigerin Jasmin Egger-Achermann bekam im Dezember ihr drittes Kind, während Kathrin Leumann, die Vorjahreszweite, im Frühjahr Nachwuchs erwartet.

Nummer 3 auch für Forster?

Für den grossen Favoriten bei den Männern, Lars Forster, steht auch die Zahl drei im Fokus. Nach dem Titelgewinn in Dagmersellen 2016 und dem Sieg im Vorjahr in Steinmaur wäre es der dritte Titelgewinn Forsters in der Elite-Kategorie. Seiner Favoritenrolle ist sich der 25-Jährige bewusst: «Nach Eschenbach, Pfaffnau und Meilen habe ich gesehen, dass die Titelverteidigung sicherlich möglich ist.» Zugleich weist Forster aber auf die Tücken der Favoritenstellung hin: «Die SM ist immer ein spezielles Rennen, mit weniger Fahrern und somit einer anderen Rennkonstellation.» Der ehemalige U19-Europameister sieht den Druck in seiner aktuellen Verfassung als zusätzliche Motivation.

Hinter Forster gibt es gleich eine ganze Reihe an Co-Favoriten. Seine beiden Teamkollegen vom Scott-SRAM-Team Andri Frischknecht und Marcel Wildhaber, gehören ebenso dazu wie Timon Rüegg, Simon Zahner und Nicola Rohrbach.

Neue Strecke in Sion

Zum zweiten Mal nach 1982 finden die Landesmeisterschaften in Sion statt. Dabei erwartet die Zuschauer und Athleten eine neue Strecke auf einem neuen Renngelände. Das Start- und Zielgelände befindet sich beim Sportplatz «Bramois». Die Strecke führt ausserdem über den Fluss «La Borgne» auf den zweiten Teil des Parcours rund um das Kantonsspital Sion.

Neben den Elitekategorien werden die Titel ebenfalls in den Kategorien U19 Frauen/Männer und U23 Männer vergeben. Ebenfalls werden die «Swiss Champions» in den beiden U17-Klassen gesucht. Diese Rennen zählt zur neu lancierten U17-Trophy.

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