Jürg Graf verteidigt Masters-Schweizermeistertitel



Zum dritten Male wurde in Mettmenstetten im Zürcher Säuliamt ein Radquer ausgetragen. Zum zweiten Male fand in diesem Rahmen die Masters-Sdchweizermeisterschaft statt. Der 35-jährige Jürg Graf war eine Klasse für sich und verteidigte den vor Jahresfrist ebenfalls in Mettmenstetten errungen Meistertitel erfolgreich. Severin Sägesser siegte in einem spannenden Elite-Rennen.

Graf, der nebst vielen Erfolgen auch einen Schweizermeistertitel im Mountain-Bike in seinem Palmares führt, lag im Meisterschaftsrennen von Beginn weg in Front. Der Rheintaler aus dem Kanton St. Gallen holte sich mit einem Vorsprung von rund zwei Minuten einen unangefochtenen Sieg. Als Zweiter kam Lokalmatador Pius Stucki ins Ziel. Er konnte sich mit diesem zweiten Platz zum Schweizermeister der Masters der Jahrgänge 1970 bis 1979 ausrufen lassen. Der Titel bei den Masters-Fahrern der Jahrgänge 1969 bis 1950 ging an den Westschweizer Laurent Garnier (Grandson). Während einzig Graf zu einem Meistertrikot kam, gab es für die übrigen Kategorienbesten Meisterschaftsmedaillen. Die Medaillenträger heissen: Masters I (1989 – 1980). 1. Jürg Graf (Bermeck), 2. Michael Lenher (Oberriet SG), 3. Simon Schnyder (Jona). Masters II (1970 – 1979): 1. Pius Stucki (Knonau), 2. Martin Brunner (Zürich), 3. Roger Schmutz (Meilen). Masters III (Jahrgänge 1969 und älter): 1. Laurent Garnier (Grandson), 2. Marcel Knaus (Ruggell FL), 3. Carlo Schmid (Bassersdorf).

Sägesser vor Lienhard

Wesentlich spannender als die Masters-Schweizermeisterschaft verlief das Hauptrennen, in dem die Elite, Amateure und Junioren alle gemeinsam ins Rennen gingen. Bereits nach der ersten von acht Runden lagen die beiden Elite-Fahrer Severin Sägesser und Fabian Lienhard in Front. Das Duo blieb bis in der zweitletzten Runde zusammen. «Am Hauptaufstieg versuchte ich Sägesser in der zweitletzten Runde zu distanzieren. Ich fuhr zwar einige Meter Vorsprung heraus. Aber Sägesser konterte und ich konnte ihm nicht mehr nachsetzen», berichtete Fabian Lienhard am Ziel. Er musste Sägesser deshalb in anderthalb Runden vor Schluss ziehen lassen und erreichte mit einem Rückstand von 14 Sekunden das Ziel. Für Sägesser war der Sieg in Mettmenstetten ein Top-Resultat: «Lienhard und ich haben uns bis ins Ziel nichts geschenkt. Dieser Sieg zeigt mir jedoch, dass ich in einer guten Form und dem weiteren Saisonverlauf zuversichtlich entgegenschauen darf». Selbstverständlich ist dies nicht: Der für den RC Gränichen fahrende Solothurner gehörte an der Strassenschweizermeisterschaft von Anfangs Juli in Schneisingen zu den Pechvögeln, die bereits in der ersten Runde stürzten. «Zuerst sahen meine Verletzungen nicht so schlimm aus. Nach einigen Tagen hatte ich jedoch Kniebeschwerden und musste sogar ins Spital». Dass sich Sägesser von seinen Sturzverletzungen gut erholt hat, zeigte er mit dem Sieg in Mettmenstetten. Simon Wäfler (Bauma) lag als Tagesdritter bereits 1:49 hinter dem Sieger zurück. Das Rennen der Frauen wurde von Svenja Wüthrich (Zürich) gewonnen, während Sven Fürst (Winterthur) im Jedermann-Cross obenaus schwang. Mit 58 Fahrerinnen und Fahrern war die Jedermann-Kategorie diejenige mit dem grössten Teilnehmerfeld am kleinen, aber feinen Cross von Mettmenstetten.

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Text und Bilder: August Widmer