Heimsieg für Julien Taramarcaz



Die Reise in die Schweiz hat sich gelohnt! Julien Taramarcaz gewinnt sein Heimrennen in Sion. Der Walliser verweist in einem hart umkämpften Rennen Nicola Rohrbach und Lukas Flückiger auf die Ehrenplätze. Bei den Frauen gewann Ramona Forchini, die ehemalige U23-Weltmeisterin im Mountainbike, ihr erstes Radquerrennen überhaupt!

Ziel erreicht, heisst es für Julien Taramarcaz. Denn der Walliser wollte an seinem Heimrennen in Sion wichtige Punkte für die Weltrangliste gewinnen. Der Sieg wurde ihm aber alles andere als geschenkt, denn die Gegenwehr der Konkurrenz war bis zum letzten Meter gross.

Taramacaz von Flückiger und Rohrbach gefordert

Lukas Flückiger, Sieger am Vortag in Nyon, und der Dritte der Schweizer Meisterschaften, Nicola Rohrbach, forderten Taramarcaz bis zum Ende. Dies obwohl sich Taramarcaz bereits bei Rennhälfte das erste Mal nach einer kurzen Laufpassage absetzen konnte. Zuvor hatten Simon Zahner, nach einem Fehler in einer Abfahrt, und der Belgier Yorben van Tichelt den Anschluss ans das Spitzentrio verloren.

Nachdem Flückiger zwischenzeitlich nochmals an Taramarcaz ranfahren konnte, verlor er wenig später erneut den Anschluss an den dreifachen Schweizer Meister. So hielt sich Taramarcaz mit knapp zehn Sekunden Vorsprung an der Spitze und sicherte sich seinen ersten Sieg der Saison! Nicola Rohrbach kam als Zweiter, zeitglich mit Lukas Flückiger ins Ziel.

Flückiger: «Sehr enttäuscht»

Während Taramarcaz sichtlich erfreut war über seinen Triumph in der Heimat, zeigte sich der Drittplatzierte Flückiger mit dem Ausgang des Rennens alles andere als zufrieden: «Ich bin sehr enttäuscht, denn ich hätte die Beine zum Sieg heute gehabt. Probleme mit den Pedalen und vor allem viel zu viele Fehler in der letzten Runde kosteten mich aber einen möglichen Sieg», so der Oberaargauer.

Forchini macht es spannend

Bei den Frauen blieb der Kampf um die drei Podestplätze bis zum Schluss spannend. Die beiden jungen Französinnen Jade Wiel und Évita Muzic duellierten sich mit Olivia Hottinger und Ramona Forchini um den Sieg.

Die Ostschweizerin Forchini, welche am Tag zuvor in Nyon bei ihrem ersten Radquerrennen Zweite wurde, übernahm gegen Ende der ersten Runde das Kommando und setzte sich ab. Auf dem teils gefrorenen Terrain kam sie wenig später selbst verschuldet zu Fall und musste die Konkurrentinnen wieder aufschliessen lassen. Dieses Spiel wiederholte sich gegen Ende des Rennens, als sich Forchinis Kette verklemmte. Dennoch reichten am Ende die Kräfte um sich in der letzten Laufpassage deutlicher absetzen zu können und Jade Wiel (Fra) mit sechs Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz zu verweisen. Olivia Hottinger unterlag im Sprint um den letzten Platz auf dem Treppchen der Französin Muzic!

Link:
Resultate Internationales Radquer Sion

Text: Christian Rocha
Photo: www.julientaramarcz.ch