Havlikova und Venturini siegen bei Premiere in Aigle



Bei der Westschweizer Premiere der EKZ CrossTour in Aigle waren mit Clément Venturini (FRA) und Pavla Havlikova (CZE) zwei ehemalige Gesamtsieger am stärksten. Sina Frei und Jasmin Egger-Achermann sorgten im Eliterennen der Frauen für Schweizer Podestplätze.

Französischer Doppelsieg bei den Elite Herren
Clément Venturini gewinnt das Eliterennen der Herren in Aigle vor seinem Landsmann Steve Chainel und dem Belgier Yorben Van Tichelt. Venturini und Chainel waren lange zusammen unterwegs, ehe der französische Gesamtsieger der EKZ CrossTour 2014/15 in der zweiten Rennhälfte die entscheidende Attacke setzte und sich durchsetzen konnte. Dahinter lieferte sich das belgische Duo Yorben Van Tichelt und Jim Aernouts einen spannendes Duell um Platz drei, bei welchem am Ende Van Tichelt die Oberhand behielt. Bester Schweizer war am Ende Simon Zahner auf Platz sechs.
Dank dem dritten Rang in Aigle machte Van Tichelt in der Gesamtwertung einen Sprung von Platz zwölf auf Rang eins. Allerdings führt er dort nach zwei Rennen nur gerade zwei Punkte vor dem Deutschen Marcel Meisen und sechs Punkte vor dem Schweizer Simon Zahner. Der zweite Schweizer Marcel Wildhaber liegt auf Platz vier und hat seinerseits ebenfalls nur zwei Punkte Rückstand auf das Podest.

Sina Frei neue Leaderin bei den Frauen
Bereits vom Start weg setzte sich die Tschechin Havlikova an die Spitze des Rennens und feierte am Ende einen ungefährdeten Solosieg. Dahinter lieferten sich die beiden Schweizerin Sina Frei und Jasmin Egger-Achermann ein umkämpftes Duell um Platz zwei. Während die Schweizer Meisterin Sina Frei zunächst noch sicher auf dem zweiten Platz unterwegs war, kam Egger-Achermann immer näher und schloss zur letzten Runde schliesslich ganz zu Frei auf. Die Schweizermeisterin behielt aber die Nerven und setzte sich am Ende gegen ihre Landsfrau durch. Dank dem zweiten Platz in Aigle durfte sich Sina Frei am Ende ins grüne Leadertrikot der EKZ CrossTour einkleiden lassen. Besonders erfreut zeigte sich nach dem Rennen auch die Drittplatzierte. „Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich so weit vorne mitfahren kann“, erklärte Jasmin Egger-Achermann im Ziel. Die 27-Jährige setzt damit ihr Comeback nach der Babypause erfolgreich fort. Bereits vor wochenfrist stand sie in Illnau auf dem Podest. „Ich bin super zufrieden, wie es läuft und nehme nun Rennen für Rennen. Da ich mich aber nicht ausschliesslich auf das Training konzentrieren kann, werde ich den Schwerpunkt in diesem Winter vor allem auf die EKZ CrossTour legen.“
Hinter der neuen Leaderin Sina Frei sorgt Nicole Koller für eine Schweizer Doppelführung in der Gesamtwertung und neue Dritte ist die Österreicherin Nadja Heigl. Nur ein Punkt dahinter ist allerdings Jasmin Egger-Achermann in Lauerstellung.

Weltmeister und Olympiasieger am Start
Mit Pascal Richard war in Aigle bereits im ersten Rennen des Tages ein grosser Name am Start. Der Radquer-Weltmeister von 1988 und Strassen-Olympiasieger von 1996 stand bei den Jedermännern am Start und verpasste dabei als Elfter die Top-10 nur knapp.

Zufriedener OK-Präsident
Laurent Dufaux, OK-Präsident in Aigle zog am Sonntagabend eine durchwegs positive Bilanz über den ersten Westschweizer Lauf der EKZ CrossTour: „Ich bin sehr glücklich, wie der Tag verlaufen ist. Es war zwar eine grosse Herausforderung, diesen Anlass zu organisieren aber ich hatte ein sehr gutes und erfahrenes Team im Rücken, da wir hier in der Vergangenheit schon oft ähnliche Rennen organisiert hatten. Auch die Infrastruktur und die Lage hier beim Centre Mondial du Cyclisme in Aigle waren ideal und wir konnten sowohl den Rennfahrern als auch den Zuschauern eine attraktive Strecke bieten. Entsprechend positiv viel auch das Feedback von Besuchern und Athleten aus. Ebenso toll war der Punkt, dass wir mit dem Kids-Cross die Familien miteinbeziehen konnten und so wirklich den ganzen Tag tolle Rennen miterleben konnten.“

Nächster Stopp in Hittnau
Am 6. November macht die EKZ CrossTour ihren nächsten Halt in Hittnau und die Rennfahrerinnen und Rennfahrer werden eine weitere Gelegenheit erhalten, entweder ihre Führungsposition zu festigen oder dann am Leaderthron der anderen zu rütteln.

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