Fast 600 Graveler und Kinder in Bern



Am Allianz Gravel Ride & Race vom vergangenen Samstag nahmen so viele Fahrer*innen teil wie noch nie. Im «Race» über die volle Distanz setzten sich Sepp Freiburghaus bei den Männern und Zina Barhoumi bei den Frauen durch. Das Wetter spielte mit und sorgte neben der Strecke ebenfalls für gute Stimmung.

Text: Lukas Siegfried ¦ Photos Sam Buchli

Auf der Zielgerade liess er nichts mehr anbrennen: Sepp Freiburghaus absolvierte die 50 Kilometer lange Runde im Westen von Bern am schnellsten und distanzierte seinen ersten Verfolger Nicola Rohrbach um zwei Sekunden. Freiburghaus hatte zwar im Vorfeld von seiner guten Form berichtet – dass es zum Sieg reichen würde, habe er aber nie gedacht, sagt er. «Ich wusste, dass ich beim Glasbrunnen im Bremgartenwald unbedingt vorne mit dabei sein musste. So habe ich halt ein hohes Tempo angeschlagen. Danach blieben die Beine einfach gut bis ins Ziel. Warum, weiss ich nicht so genau», freute er sich.

Als Dritter kam Benjamin Schnyder ins Ziel. Als schnellste Frau darf sich Zina Barhoumi feiern lassen, sie verwies Jutta Stienen und Andrea Rösch auf die weiteren Podestplätze. Und im Gravel Ride über die halbe Distanz fuhr Andreas Schaad Bestzeit. Alle Resultate im Detail sind hier zu finden.

Mäder nahm es gemütlich

Der Weltklasse-Strassenfahrer Gino Mäder mischte nicht auf den vordersten Positionen mit. Anfangs habe er noch mit der Spitze mithalten können, dann aber abreissen lassen müssen. «Der Kopf war nicht bereit, voll an die Schmerzgrenze zu gehen», sagte Mäder. Eigentlich ist er in der Saisonpause – am Allianz Gravel Race fuhr er spasseshalber mit. Er habe sich auch Zeit genommen, um unterwegs mit anderen Fahrer*innen zu plaudern. Mäder klassierte sich letztlich als 37.

Erneuter Rekord bei den Anmeldungen

Das Allianz Gravel Ride & Race ist der grösste Gravel-Anlass der Schweiz: Insgesamt haben sich in diesem Jahr 430 Fahrer*innen angemeldet. Das sind nochmals 80 mehr als im vergangenen Jahr – Gravel-Events werden offenbar jedes Jahr noch beliebter! Auch im Kids-Cross war der Andrang wieder gross: 157 Kinder aus vier Alterskategorien haben teilgenommen.

Vor, während und nach den Wettkämpfen stellten Velohersteller aus der Region den Besucher*innen Gravelbikes zum Testen bereit. Verschiedene Gastronomie-Unternehmen waren mit ihren Food Trucks vor Ort und sorgten für das leibliche Wohl.