Clément Venturini gegen die stärksten Schweizer



Das internationalen Radquer von Nyon präsentiert für seine dritte Auflage am kommenden Samstag, 2. Dezember, eine hochkarätige und spannende Besetzung. Der französische Meister Clément Venturini beginnt seine verkürzte Crosssaison am Genfersee und trifft dabei auf die Schweizer Spitzenfahrer Wildhaber, Zahner, Rohrbach und Forster. Bei den Frauen tritt die Schweizer Meisterin Jasmin Egger-Achermann als Favoritin an.

Auf dem Papier wäre der 24-jährige Clément Venturini der Favorit. Wäre! Denn Venturini sieht seine Zukunft auf der Strasse und weniger im Radcross. Deshalb fährt er in diesem Jahr nur eine Hand voll Radquerrennen im Winter mit dem Ziel, seinen Titel als französischer Meister im Januar 2018 erfolgreich zu verteidigen: „Ich freue mich auf das Rennen in Nyon, denn das Niveau in der Schweiz ist immer sehr hoch. Da ich bisher kein spezifisches Crosstraining gemacht habe, sehe ich mich aber nicht in der Rolle des Favoriten“, erklärt der ehemalige Junioren-Weltmeister seine Ausgangslage.

Savary: „Erfolgreichen Kombination mit Sion“

Neben Venturini und der versammelten Schweizer Elite stehen auch der Deutsche Sascha Weber, der Tscheche Emil Hekele und die italienischen Gebrüder Samparisi als Zugpferde am Start. Darüber freut sich der VC Nyon und dessen unverwüstlicher Präsident Jean-Paul Savary besonders: „Es ist nicht einfach, die Finanzierung und genügend Freiwillige für ein internationales Radquer zu finden. Wir sehen aber, dass die Kombination mit dem Rennen in Sion am Tag darauf seine Früchte trägt“, zeigt sich Savary zufrieden.

Bei den Frauen scheint die Ausgangslage klar zu sein. Die Vorjahressiegerin Jasmin Egger-Achermann strebt nach vier internationalen Podestplätzen in der laufenden Saison nach ihrem ersten Sieg. Die junge Französin Juliette Labous kann die siebenfache Landesmeisterin wohl noch am ehesten fordern.

Zudem kommt es in Nyon zu einer erfreulichen Premiere: Der Europameister der Junioren, Loris Rouiller, präsentiert zum ersten Mal sein Europameisterdress auf heimischem Boden.

Strecke um 180 Grad gedreht

Die Fahrer erwartet eine grosse Änderung bei der Strecke rund um das Sportzentrum Colovray. Denis Champion, der Streckenchef in Nyon, hat die Fahrtrichtung gegenüber den ersten beiden Austragungen umgekehrt. Somit wird der Parcours schwieriger und noch spektakulärer. Gleich bleibt, dass in Nyon alle Kategorien, auch die Hobbyfahrer, eine Startgelegenheit haben.